Die 9. Klasse im Discofieber

Eine tolle Aktion des Kreisjugendring an unserer Schule

Disco-Fieber: Das heißt ausgehen, Freunde treffen, den einen oder anderen Cocktail oder auch mal ein, zwei Bier trinken. Doch nach der Disco hört der Spaß oft auf: Junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren sind überdurchschnittlich häufig an Verkehrsunfällen beteiligt. Kann ich etwas dagegen tun? Wie komme ich sicher nach Hause? Was tue ich, wenn Freunde betrunken Auto fahren wollen? Darauf und auf viele weitere Fragen erhielt die 9. Klasse der GMS Schnaittenbach am 26. September Antworten und Erfahrungsberichte.

Sehr anschaulich begann der Aktionstag mit einer Rettungsübung der Freiwilligen Feuerwehr Schnaittenbach und des Roten Kreuzes. Die Schüler erlebten ganz unmittelbar, wie die Rettungskräfte bei einem Verkehrsunfall um das Leben der Verunglückten kämpfen. Eine im Auto eingeklemmte „Verletzte“ wurde mit Hilfe hydraulischer Rettungsgeräte durch Entfernen der Türen und B-Säule gerettet und anschließend dem Sanitätsteam übergeben. Diese Vorführung hinterließ bewegende, nachhaltige Eindrücke bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

In Anschluss daran durften die Schülerinnen und Schüler an drei Stationen selbst tätig werden. In der Turnhalle konnten sogenannte Rausch- und Drogenbrillen testen. Diese simulieren beim Aufsetzen durch  ihre speziell gestalteten Gläser Beeinträchtigungen nach dem Konsum von Alkohol oder Drogen:Tunnelblick, fehlende Rundumsicht, Doppeltsehen und das Gefühl von Unsicherheit und Verwirrung. So war es nicht einfach einen kleinen Parcours mit Bobbycars zu durchfahren oder einfach nur geradeaus zu gehen.

Bei Station 2 wurden die 9. Klässler mit der Funktionsweise eines Pulverfeuerlöschers vertraut gemacht und durften jeder durfte einen Brand löschen.

Bei der letzten Station wurde von der Freiwilligen Feuerwehr SChnaittenbach demonstriert, was passiert, wenn man einen Fettbrand mit Feuer löscht. Der dabei entstandene Feuerball beeindruckte die Schüler nachhaltig. 

Nachdem sich alle an der FruchtBAR mit einem alkoholfreien Caipirinha gestärkt hatten, gab es noch anschauliche Berichte von den Mitarbeitern der Rettungskräfte über ihre Arbeit und ihre ganz persönlichen Empfindungen dabei. Welche Gedanken gehen einem Feuerwehrmann durch den Kopf, wenn er nachts zu einem Verkehrsunfall gerufen wird? Wie erlebt ein Sanitäter den Einsatz? Was bedeutet es für einen Polizisten, Eltern die Nachricht vom Verkehrsunfall des Kindes überbringen zu müssen?

An dieser Stelle ein herzliches Danke an alle Organisatoren der Aktion, die sich hier ehrenamtlich engagiert haben. Danke an die Freiwillige Feuerwehr Schnaittenbach unter Leitung von Herrn Werner, Herrn Klinger vom Polizeipräsidium Amberg,  Frau Bäuml und Frau Hufnagel vom Kreisjugendring, dem Notfallseelsorger Herrn Saborowski und Herrn Stoffregen vom Roten Kreuz.