Distanzunterricht in den Eingangsklassen

So lernen unsere Jüngsten!

Für Kinder der ersten und zweiten Klassen ist der Distanzunterricht besonders schwer. Um so jünger die Kinder sind, um so mehr brauchen sie einen Ansprechpartner, eine reale Bezugsperson, sprich, eine Lehrerin, die im Klassenzimmer steht und die Kinder unterrichtet. Leider mussten wir andere Wege finden, um den Distanzunterricht sinnvoll anzuwenden. Das Virus lässt uns keine Wahl.

Jeden Tag schicken wir den Kindern über den Schulmanager eine Checkliste für die Bärenkinder und eine für die Tigerkinder, auf der die Aufgaben des Tages erklärt werden. Das bringt eine gewisse Routine mit sich, auf die sich die Kinder verlassen können.

Was steht nun auf dieser Aufgabenliste?
Auf dieser Liste stehen die täglichen Aufgaben, die dann noch zusätzlich erklärt und erläutert werden. Wir sind natürlich angewiesen auf die Eltern, die vor allem unseren Schulanfängern täglich vorlesen müssen, was sie zu tun haben.

Den Anfang macht jeden Tag bei Bären und Tigern eine Lesehausaufgabe. Auch das gibt den Kindern Sicherheit. Wird ein neuer Buchstabe eingeführt, bekommen die Bären regelmäßig ein Erklärvideo vom Drachen Kokosnuss, der den Buchstaben vorstellt und gleich Sprechübungen mit den Kindern macht. Übungen in den Arbeitsheften folgen.

Bei den Tigerkindern werden Grammatik und Rechtschreibübungen mit Lernwörtern vorgestellt. Oftmals gibt es dazu Erklärvideos, die den Kindern das Thema des Tages näherbringen.

Auch in Mathematik gibt es täglich Übungen zum Üben und Intensivieren von Lernstoff. Auch hier helfen immer wieder Erklärvideos, vor allem, wenn ein neuer Lerninhalt vorgestellt wird.

Bestimmte Aufgaben in allen Fächern werden von den Kindern digital an die Lehrkräfte geschickt. Sie werden korrigiert und kommentiert zurückgeschickt. So erhalten Kinder und Eltern eine wichtige Rückmeldung von seitens der Schule.

In HSU gibt es für Tiger und Bären gemeinsame Aufgaben. In diesem Bereich versuchen wir auch den praktischen Aspekt mit einzubringen. So bastelten die Kinder ein sogenanntes Quadrama zu den vier Jahreszeiten, das Sie auf unserer Homepage bewundern können.

Eine gesunde Ernährung, das war das Thema der letzten Woche. Die Kinder lernten nicht nur die Ernährungspyramide kennen, sondern sie bekamen zum Teil den Auftrag, mit den Eltern ein gesundes Essen zu planen, dafür einzukaufen und zu kochen. Die Ergebnisse wurden fotografisch festgehalten und durften sich sehen lassen.

Auch die kreative Seite kommt nicht zu kurz. Jede Woche gibt es eine Kunstaufgabe. Dazu haben die Kinder die ganze Woche Zeit.

Eine besondere fantasieanregende Aufgabe war die Herstellung einer Eislaterne.

Musikunterricht im Distanzunterricht kann man sich schlecht vorstellen. Dazu helfen uns aber die Kinderseiten von WDR und BR. Geschichten über Komponisten, über Musikinstrumente, Musikrätsel und Bastelvorschläge für eigene Musikinstrumente erfreuen einmal in der Woche alle Kinder.
Dazu gibt es sogenannte Mitsinglieder im Internet, die wir den Kindern anbieten.

Genauso wichtig wie die Vermittlung des Lernstoffes über den Schulmanager sind die regelmäßigen Videokonferenzen. Wir besprechen bestimmte Inhalte und Fragen, lesen zusammen oder rechnen ein bisschen. Das Wichtigste an diesen digitalen Treffen ist aber, dass wir uns alle mal sehen und einfach nur erzählen. Dieser soziale Kontakt fehlt den Kindern sowie auch uns Lehrern am meisten.

Dorothea Fuchs